Stille Heldinnen in Schlachtensee

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Menschen, die sich in der NS-Zeit  „tatkräftig, uneigennützig und häufig unter eigener Gefährdung für die vom Nationalsozialismus bedrängten Verfolgten eingesetzt haben“, haben dies häufig in aller Stille getan. Sie als „Stille Helden“ zu bezeichnen, dient ihrer Ehrung. Es beschreibt aber zugleich auch ihre Situation heute. Es ist still um sie geworden und es ist mühsam, die Erinnerung an sie wachzuhalten.
In den 60er Jahren waren ca. 750 Berlinerinnen und Berliner vom Senat als „Unbesungene Helden“ geehrt worden.

Bei meinen Nachforschungen im vorigen Jahr stellte sich schnell heraus: Niemand hat einen Gesamtüberblick und kennt ihre Namen, es gibt kein Gedenkbuch o. ä., auch nicht in der Gedenkstätte Stille Helden in der Rosenthaler Straße.

Die daraufhin recherchierten Lebensschicksale von einzelne Stillen Heldinnen sind im Zehlendorf Blog des Tagesspiegels erschienen und werden im Folgenden dargestellt.  Außerdem habe ich versucht, über die BVV Steglitz-Zehlendorf die in den Akten vorhandenen Daten auf Landesebene für alle Interessierten zugänglich machen zu lassen. Leider bisher ohne sichtbaren Erfolg. Meine eigenen Rechercheergebnisse sind auf der den Seite für Steglitz-Zehlendorf auf meinerHomepage: http://www.jordandirk.de zu finden.
Für die anderen Bezirks liegen die die Namen und Adressen auch vor. Wer daran interessiert ist, kann sich bei mir melden. (schlachtensee und dann gleich @jordandirk.de)

Das erste Rechercheergebnis über die Schwestern Kaulitz aus dem Eiderstedter Weg 33b ist sowohl als Artikel im Jahresband 2013 des Heimatvereins Zehlendorf  in Berlin-Schlachtesee erschienen als auch als Beitrag im Tagesspiegel-Blog.

 (010)IMG_5462a
Eiderstedter Weg 33b,
Foto: (c) Dirk Jordan
 (011)Frau Gertrud Kaulitz1klein
Gertrud Kaulitz,
Foto: (c) Renate Breckenridge

Im Tagesspiegelblog ist auch der zweite Artikel erschienen, diesmal zu Elfriede Hengstenberg, einer Zehlendorfer Bewegungspädagogin, die mit Gertrud Kaulitz befreundet war. Sie hat bei ihr Klavierspielen gelernt und blieb lebenslang mit ihr verbunden. Mindestens an der Hilfe für einen der Unter- getauchten war Elfriede Hengstenberg beteiligt. Den „aufrechten Gang“ hat sie ihren Schülerinnen und Schülern vorgelebt.
Einige Schüler haben sich daraufhin gemeldet und in schönen Worten ihre Erinnerungen mitgeteilt.

(012)Hengstenberg S.193     (013)Seilspringen
Elfriede Hengstenberg und Übungen im Garten
Foto: (c) Arborn Verlag

Ein dritter Artikel zur Fritz und Trude Wisten aus dem Waldsängerpfad 3,
die selber verfolgt wurden und dennoch anderen Unterschlupf boten,
ist im September 2013 im Zehlendorf Blog des Tagesspiegels erschienen:

(014)Trude und Fritz Wisten

Foto: (c) Susanne Weyl

Ein weiterer Artikel zu Lucie Strewe, damals Spanische Allee 84, ist im Jahresband 2014 des Zehlendorfer Heimatvereins erschienen und jetzt auch im Zehlendorf Blog des Tagesspiegels aufrufbar:

(015)Lucie Strewe1976
Lucie Strewe(89) beim Lesen des Tagesspiegels,
Foto: (c) Sunni Strewe

(017) Hilde und Heinz Otte 1960  Eine berührende und dramatische Geschichte ist die   der Rettung von Anneliese Gutkind-Mendel aus der
Lindenthaler Allee 32 durch ihre Schulfreundin
Hilde Otte aus der Nikalsstraße 2(4). Sie erschien  auch im Zehlendorf Blog des Tagesspiegels:Foto: (c) Familie Otte

 

 In Ergänzung zu der Serie im Tagesspiegel Blog habe ich im März 2015 noch einen Artikel über Hanna Reichmuth, der Schlachtenseer Gemeindehelferin, veröffentlicht, die in der NS-Zeit vielen in Schlachtensee, auch den als Juden verfolgten Gemeindemitgliedern, hilfreich war.
Für Dietrich Bonhoeffer hat sie wichtige Botengänge erledigt.

(019)Hanna~Reichmuth~1967
Foto: (c) Kirchengemeinde Schlachtensee

Weitere Ergebnisse der Recherche finden Sie auf der Seite:
Steglitz-Zehlendorf.

Dieses Rechercheprojekt ist vorerst beendet.

Und hier geht es  zu meiner privaten Homepage: www.jordandirk.de

Kontakt: schlachtensee   und dann gleich   @jordandirk.de