AG Spurensuche

Unsere Nachbarn verfolgt als Juden

 

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Das nächste Treffen der Gruppe findet am

Donnerstag, dem 1. Februar  um 19 Uhr

im Gemeindehaus, Matterhornstraße 35  statt.

In der Kirchengemeinde Berlin-Schlachtensee hat sich eine AG Spurensuche gegründet, um das Schicksal der Menschen zu erforschen, die in der NS-Zeit in Schlachtensee lebten und als Juden von den Nazis verfolgt wurden.
Bei den Vorbereitungsarbeiten für das im September 2012 begangene 100jährige Jubiläum der Johanneskirche mussten wir feststellen, dass wir zwar vieles über die Entstehung des Mahnmals in der Kirche wussten, aber über Schlachtenseer, die das Mahnmal mit dem Wort der „gemordeten Juden“ in das Gedenken einbezogen hat, so gut wie nichts.
Ein erster Schritt, um uns an sie zu erinnern, war die Stolpersteinverlegung für Reinhold Strassmann und Marie und Richard Lewy-Lingen in der Ahrenshooper Zeile am 23.Oktober 2011. Es gibt aber noch viel mehr Schlachtenseer, die in der NS-Zeit als Juden verfolgt wurden. Ihren Spuren wollen wir nachgehen, um sie wieder bei ihrem Namen nennen zu können.

Deckblatt

Über diese AG Spurensuche soll an dieser Stelle berichtet und Dokumente veröffentlicht werden, soweit sie zugänglich sein sollen. Die AG hat eine eigene Seite auf der Hompage der Kirchengemeinde Schlachtensee:    http://www.gemeinde-schlachtensee.de/index.php?id=2754

Die AG Spurensuche hat  einen  Stolpersteinrundgang  rund um die Johanneskirche erarbeitet. Er ist als Broschüre hier lesbar wie auch im Gemeindehaus Matterhornstraße 35 – 37 gedruckt erhältlich. Außerdem ist er auch als Artikel in dem 2. Band der Stolpersteinrundgänge in Berlin erschienen. Das Buch ist beim Aktiven Museum zu erhalten, die Broschüre im Gemeindebüro, Matterhornstraße 37 oder kann runtergeladen und selber gedruckt („Broschürendruck“ einstellen) werden.
Eine Kurzfassung der Rundgangbroschüre ist auf der Seite „Stolpersteinrundgang“ einsehbar.

Karte2017

Im Jahr 2013 wurde vor dem Haus Reifträgerweg 19 ein Stolperstein für Friedrich Guttstadt verlegt. Sein Schicksal ist dokumentiert unter:
www.guttstadt.eu/GG/Friedrich-1.html

2014 wurden am 15.09. Stolpersteine für die Familie Casparius im Kirchblick 3 verlegt
und am 12.10. für Georg und Hedwig Flatow sowie ihre Tochter Ilse vor dem Haus in der Niklasstraße 3. Dazu ist ein Artikel im Zehlendorf Blog des Tagesspiegels erschienen:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/zehlendorf/ueber18/zehlendorf-stolperstein-fuer-georg-flatow-die-nazis-und-der-arbeiterfreund/10813826.html
Außerdem gab es einen Artikel in der Berliner Woche:
http://www.berliner-woche.de/nachrichten/bezirk-steglitz-zehlendorf/zehlendorf/artikel/51935-platzbenennung-und-verlegung-von-stolpersteinen/

Familiendokumente der Flatows
sind beim Leo-Baeck-Institut in New York hinterlegt: http://archive.org/details/georgflatowf001

2015 und 2016 sind  auf Initiative einer Klasse des Werner-von-Siemens-Gymnasiums fünf Stolpersteine vor dem jetzigen Gelände des Hubertuskrankenhauses verlegt worden.
Spanische Allee 10 – 12: 
   Theodor Loewenthal
Emma Weigert
Anna Loewenberg
Johanna Stahl

Sophie Goldschmidt

Außerdem wurde dort auf persönliche Initiative aus dem ehemaligen Freundeskreis ein Stolperstein verlegt:
Spanische Allee 8:            Johanna Königsberger

Über das Leben von Johanna Königsberger, ihrer Tochter Else Schröder, ihrem Sohn Erich Königsberger und ihrer Schwester Zerline Tosch versuchen wir, noch mehr in Erfahrung zu bringen. Alle vier wurden von den Nazis umgebracht, Johanna  und Zerline 1942 in Theresienstadt, Erich 1944 in Auschwitz und Else nahm sich bei ihrer Verhaftung das Leben.  Die Familie Königsberger stammt aus Marienfelde (Jakob Königsberger). Die Söhne von Erich Königsberger konnten in die USA auswandern und haben dort den Namen ihrer Mutter, Maassen, angenommen. Die bisher recherchierten Familiendaten sind in dem beigefügten Stammbaum abgelegt.  Ein Teil der Ergebnisse ist auf der Seite: Ilsensteinweg 16 veröffentlicht.
Die bisherigen Rechercheergebniss sind in dem Jahresband 2017 des Zehlendorfer Heimatvereins unter dem Titel: Zwischen Villa und Ghetto veröffentlich worden.

2017 wurden vor dem Haus Lindenthaler Allee 29 fünf Stolpersteine verlegt, für
Louis LeyserSilbermann, der emigrieren musste und in Frankreich erneut interniert wurde und im Lager Recebedou umkam,
für seinen Sohn Kurt Silbermann, der nach Moskau emigrierte und dort dem Großen Terror Stalins zum Opfer fiel,
für seine Frau Charlotte Silbermann und den zweiten Sohn Alfred Silbermann, die nach Argentinien emigrieren konnten und überlebten;
außerdem für Jenny Hirsch, die zeitweise bei den Silbermanns lebte und nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde.

Weitere Veröffentlichungen:
www.jordandirk.de/StrassenlisteSchlachtenseeralsJuden.pdf
www.jordandirk.de/NamenslisteSchlachtenseeralsJuden.pdf
www.jordandirk.de/TransportlisteSchlachtenseerJuden_2015.pdf
www.jordandirk.de/GemordeteSchlachtenseerJuden_2015.pdf

Sollte ein Link nicht funktionieren, die Adresse in den Browser per Hand kopieren.

Und hier geht es zu meiner privaten Homepage: www.jordandirk.de

Kontakt: schlachtensee  und dann gleich  @jordandirk.de

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