Ortsteil Schlachtensee

Seit November 2016 setzt sich eine kleine Initiative dafür ein, dass unser Ortsteil auch als solcher förmlich anerkannt wird. Dazu müssen die Bezirksverordneten- versammlung und das Bezirksamt einen entsprechenden Beschluss fassen.
Die BVV hat am  21. Juni 2017 nach den Beratungen in den Ausschüssen folgenden Beschluss gefasst:

BVV Beschluss

Wer uns unterstützen möchte, schreibe bitte an:
ortsteil-schlachtensee 
und dann   @jordandirk.de

Im Vorfeld der Beratungen sind in (fast) allen Berliner Zeitungen Artikel dazu erschienen.
Es begann mit einem Gastbeitrag im Tagesspiegel Blog Zehlendorf am 30.11.2016.

Schlachtensee muss Ortsteil werden

Die Schlachtenseer hatten schon immer einen ausgeprägten Sinn für ihr Gemeinwesen, schreibt unser Gastautor. Er findet: Es ist überfällig, dass Schlachtensee ein selbständiger Ortsteil wird. Dirk Jordan

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Ahrenshooper Zeile, erste Straße in der Kolonie Schlachtensee
Foto: Dirk Jordan

Der ehemalige Bezirk Zehlendorf hatte vier offizielle Ortsteile: Zehlendorf, Dahlem, Nikolassee und Wannsee. Schlachtensee war kein „Ortsteil“, obwohl die Schlachtenseer sich so fühlen.

Mehr siehe:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/steglitz-zehlendorf/14903182.html 

In der Berliner Woche ist ein weiterer Artikel dazu am 16.12.2016 online gestellt worden, der in der 51. KW auch in der Printausgabe auf Seite 3 erschienen ist.

Soll Schlachtensee ein Ortsteil werden? Regionalforscher Dirk Jordan gründet eine Bürgerinitiative

Steglitz-Zehlendorf. Gibt es Schlachtensee? Ja, aber nicht als Ortsteil, sondern nur als Ortslage. Mitten in dieser Ortslage, in der Breisgauer Straße, verläuft die Grenze zwischen Nikolassee und Zehlendorf. Absurd, findet der Regionalforscher Dirk Jordan. Er plädiert dafür, dass Schlachtensee ein offizieller Ortsteil des Altbezirks Zehlendorf wird.

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(Foto: Dirk Jordan)

Der Westteil der Ortslage gehört zu Nikolassee, der Osten zu Zehlendorf. Die Grenze geht auch mitten durch den Schlachtensee. Der S-Bahnhof Schlachtensee liegt in Zehlendorf.

Mehr siehe:
https://issuu.com/berliner-woche/docs/1651_zd?e=4719140/42193050

Am 27.12.2016 hat auch die BZ das Thema aufgegriffen und folgenden Artikel publiziert:

Steglitz-Zehlendorf
Stadthistoriker fordert: Schlachtensee soll ein Ortsteil von Berlin werden

BZ Foto

Schlachtensee ist heute zwischen Zehlendorf und Nikolassee aufgeteilt
Foto: Montage: picture-alliance / B.Z.

Der Berliner Stadthistoriker Dirk Jordan (72) will, dass Schlachtensee ein eigenständiger Ortsteil wird. Er ist in Kontakt mit BVV-Mitgliedern. Eine Bürgerinitiative ist geplant.

Es ist fast 100 Jahre her, da hat Schlachtensee seine Zukunft grandios verschlafen. Doch daran könnte sich jetzt etwas ändern! Die Schmach von damals soll endlich ausgebügelt, die „Ortslage“ Schlachtensee zum „Ortsteil“ geadelt werden.

1920, als Berlin zu Groß-Berlin heranwuchs, entstand aus den beiden bis dahin eigenständigen Gemeinden Zehlendorf und Nikolassee der Bezirk Zehlendorf.

Mehr siehe:
http://www.bz-berlin.de/berlin/steglitz-zehlendorf/stadthistoriker-fordert-schlachtensee-soll-ein-ortsteil-von-berlin-werden 

Das Berliner Abendblatt berichtete am 28.1.2017 darüber
und dann das Journal Nikolassee/Schlachtensee im Februar 2017.

Schließlich brachte die Berliner Morgenpost am 10.4.2017 einen großen Artikel dazu:

Initiative kämpft für einen Ortsteil Schlachtensee

Eine Initiative will, dass Schlachtensee ein eigener Ortsteil wird – der achte von Steglitz-Zehlendorf. Die CDU im Bezirk ist dagegen.

Morgenpost Foto

Dirk Jordan (l.) und Joachim Elsholz bezeichnen sich beide als Schlachtenseer
Foto:
 Amin Akhtar

Ein Riss geht durch den Schlachtensee. Eine unsichtbare Trennlinie teilt den See in zwei Hälften. Die eine gehört zum Ortsteil Nikolassee, die andere zum Ortsteil Zehlendorf. So bedeutend das Gewässer auch für den Südwesten ist – Namensgeber für einen eigenen Ortsteil ist es nicht. Warum eigentlich nicht? Diese Frage treibt Dirk Jordan und Joachim Elsholz um. Beide sind Schlachtenseer, obwohl es die eigentlich auch nicht gibt, sondern nur Zehlendorfer und Nikolasseer. Sie haben die Initiative Ortsteil Schlachtensee gegründet, damit der Schlachtensee und damit die Landhauskolonie rund um die Johanneskirche an der Matterhornstraße ein eigener Ortsteil werden. Orientieren soll er sich künftig an den Grenzen der Evangelischen Kirchengemeinde Schlachtensee.
Mehr siehe:
http://www.morgenpost.de/bezirke/steglitz-zehlendorf/article210211703/Initiative-kaempft-fuer-einen-Ortsteil-Schlachtensee.html

Der Gemeindekirchenrat
der evangelischen Kirchengemeinde Schlachtensee unterstützt  „offiziell“ unser Initative

GKR Beschluss2

Schlachtenseer Gewerbetreibende
unterstützen unser Initiative.

UNterstützung1

UNterstützung2

Im Juni 2018, ein Jahr nach dem BVV-Beschluss (s.o.), haben wir nun bei den Fraktionen nachgefragt, was aus dem Beschluss geworden ist und  haben auch eine Bürgeranfrage für die BVV am 20.06.2018 eingebracht. Sie lautete:

  1. Warum hat das Bezirksamt bisher den BVV Beschluss 117/V nicht beantwortet und wann wird das Bezirksamt seine Antwort „der BVV und der Öffentlichkeit zur Kenntnis geben“?
  2. Wie kann das Bezirksamt den Schlachtenseerinnen und Schlachtenseern erklären, dass das rbb heimatjournal Schlachtensee als unseren Lebensort und unsere Heimat wertschätzt und darüber berichtet, dass der Gemeindekirchenrat  der evangelischen Kirchengemeinde Schlachtensee und viele Gewerbetreibende unser Anliegen unterstützen und das Bezirksamt sich seit einem Jahr nicht um unser Anliegen kümmert?
  3. Findet das Bezirksamt es sinnvoll, dass das „Studentendorf Schlachtensee“ in Nikolassee liegt und die Schlachtenseer Johanneskirche in Zehlendorf?
  4. Wie steht das Bezirksamt, unabhängig vom Prüfauftrag der BVV, generell zur Schaffung eines offiziell anerkannten zusätzlichen Ortsteils Schlachtensee?

Welche Antwort wir vom Bezirksamt darauf bekommen haben, beschreibt die Morgenpost treffend am 24.06.2018 so:

Zwischenablage01

Zwischenablage02

https://www.morgenpost.de/berlin/article214669327/Schlachtensee-als-neuer-Ortsteil.html

Von der Aktion am 2.06.2018, dem „1.Geburtstag“ des BVV-Beschlusses, gibt es natürlich auch ein Foto:

SAM_0415_Momentklein                                        (Foto: (c) Joachim Elsholz)

Auch andere Zeitungen haben über unsere Initiative berichtet, so die
BWquer

und der Zehlendorf-Newsletter des Tagesspiegels am 21.06.:
Liebe Nachbarinnen, liebe Nachbarn,

wenn Sie diese Zeilen lesen, ist es vielleicht noch nicht zu spät. Schwingen Sie sich in den Bus, die Bahn oder auf das Fahrrad oder stecken Sie den Autoschlüssel in das Zündschloss und eilen Sie zur Lindenthaler Allee Ecke Matterhornstraße in … ja, und genau hier liegt das Problem. Die politischen Ortsteil-Rebellen aus Schlachtensee machen Druck: Sie wollen einen achten Ortsteil in Steglitz-Zehlendorf etablieren, nämlich Schlachtensee. Das sei identitätsstiftend, historisch begründbar und auch gar kein finanzielles oder organisatorisches Problem. Sagen sie. Heute Mittag sind sie zur Tat geschritten, dieser Tag wird in die Geschichte des noch nicht geschaffenen, aber vielleicht bald da seienden neuen Ortsteils Schlachtensee eingehen: An besagter Ecke enthüllten die Bürger-Revolutionäre um 12 Uhr ein erstes „Schlachtensee“-Schild.

Es ist doch wahr: Wie könne man denn in Zeiten von Google-Maps und GPS-Modulen in fast jedem technischen Gerät hinnehmen, „dass das ‚Studentendorf Schlachtensee‘ in Nikolassee liegt und die Schlachtenseer Johanneskirche in Zehlendorf?“ Das wollte der überzeugte Schlachtenseer Dirk Jordan am Mittwochnachmittag bei der Bürgerfragestunde in der Bezirksverordnetenversammlung von der Bezirksbürgermeisterin wissen.

Cerstin Richter-Kotowski (CDU) konterte, „unsere Welt wird immer größer und nicht kleiner“. Ihr sei nicht bekannt, dass die bisherige Namensgebung von Gebäuden im Bezirk „in der Vergangenheit für Irritationen sorgte“. In der Beförderung von „Ortslage“ (das ist Schlachtensee offiziell zur Zeit) zu „Ortsteil“ sehe sie weder einen Mehrwert noch eine identitätsstiftende Komponente. Außerdem hinterfragte sie, für wen die quasi-separationswilligen Bürger (sie wollen sich von den Ortsteilen Nikolassee und Zehlendorf abspalten, zur Union in Steglitz-Zehlendorf stehen sie) eigentlich sprächen: Ob sich alle oder die Mehrheit der in Schlachtensee wohnenden Menschen einen neuen Ortsteil auch wirklich wünschen, „das weiß ich nicht und das wissen Sie sicherlich auch nicht“.

Was sie aber weiß, ist, dass die Bezirksverordnetenversammlung im Juni 2017 dem Bezirksamt einen Prüfauftrag erteilt hat, die Kosten und möglichen Konsequenzen eines neuen Ortsteils zu eruieren. Bis heute liegt dazu kein Ergebnis vor, die engagierten Bürger kritisieren das. Richter-Kotowski erklärt die lange Bearbeitungsdauer mit den vielen Aufgaben, die ihr Amt zu erfüllen habe, ein Ortsteil Schlachtensee genieße „keine Priorität“, die Prüfung sei aufwändig. Aber sie versprach, ihren Bericht im Juli den Bezirksverordneten zuzustellen. Und dann müssten die BVV-Fraktionen entscheiden, ob sie sich einen neuen Ortsteil wünschen. In der BVV eine Mehrheit für „Schlachtensee“ zu organisieren, erscheint zur Zeit als ein mehr als schwieriges Unterfangen. Aber Quer- und Vordenker – das ist ein natürlicher Vorteil ihres Berufsstandes – wissen immer mal wieder zu überraschen.

Nach längerem Warten, hat das Bezirksamt nun seine Antwort auf den o. g. BVV-Beschluss veröffentlicht . Die ganze Vorlage zur Kenntnisnahme ist hier unter: Schlachtensee als Ortsteil ausweisen   aufrufbar.

Die zusammenfassende Position des Amtes ist: „Aus Sicht des Stadtentwicklungsamtes könnte die noch im Detail zu klärende Heraustrennung von Schlachtensee und Hochstufung als Ortsteil aufgrund der historisch belegten und in entsprechenden Kartenwerken angegebenen Ortslage mit dem See, dem S-Bahnhof und der Breisgauer Straße als zentraler Achse begründet werden.“

Auf dieser Grundlage werden wir nun weiterarbeiten und brauchen dazu Ihre Unterstützung.

 

Kontakt: ortsteil-schlachtensee  und dann gleich  @jordandirk.de

 

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